Herstellung von kundenspezifischen Teilen durch Thermoformen

Thermoformen ist ein Fertigungsverfahren, bei dem eine Kunststoffplatte erhitzt wird, um sie zu erweichen, und anschließend unter Vakuum über einer Form verformt wird, um die gewünschte Gestalt zu erhalten. Das Material härtet beim Abkühlen aus und behält die Form der Form bei.

Thermoformen wird am häufigsten für kleine bis mittlere Serien oder zur Herstellung von Prototypen eingesetzt. Wir bei Soudoplast haben uns für eine moderne Maschine entschieden, mit der wir Teile bis zu einer Größe von 1 Meter x 1 Meter fertigen können.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Maschine der Firma Soudoplast zur Herstellung von thermogeformten Teilen mit den Maßen 1 x 1 Meter.

Die Vorteile des Thermoformens

Einer der Vorteile des Thermoformens liegt in den geringen Werkzeugkosten im Vergleich zu anderen Kunststoffverarbeitungsverfahren wie Rotations- oder Spritzgießen.

Thermoformen ermöglicht die Herstellung von Teilen mit relativ komplexen oder sich wiederholenden Formen in kurzer Zeit. Lediglich die Werkzeugherstellung erfordert besondere Sorgfalt, um das gewünschte Design zu erzielen.

Für das Thermoformen steht eine sehr breite Materialpalette zur Verfügung, was große kreative Möglichkeiten hinsichtlich Produktfestigkeit und Farbe (auch transparent) bietet.

Beispiele für kundenspezifische Projekte von Soudoplast

Das Thermoformverfahren führt zu sehr vielfältigen Anwendungen in vielen Sektoren: Automobilindustrie, allgemeine Industrie, Luftfahrt, Kosmetik, Medizin, Transportwesen, Verpackung und sogar Dekoration.

FAQ

Welche Ausgangsdicken von Kunststoffplatten eignen sich für das Thermoformen?

Das Thermoformen ermöglicht eine sehr breite Palette an Materialstärken, von dünnen Folien (0,5 mm) bis hin zu dicken Blechen (oft bis zu 8 oder 10 mm, je nach Material). Hinweis: Beim Vakuumformen dehnt sich das Material. Daher ist die endgültige Dicke des Bauteils nicht perfekt gleichmäßig, insbesondere in tiefen Ecken. Unsere Techniker beraten Sie bereits in der Konstruktionsphase, um diese Abweichungen zu berücksichtigen.

Nahezu alle Thermoplaste eignen sich. Am häufigsten werden HDPE (sehr schlagfest), PP (ausgezeichnete Chemikalienbeständigkeit), ABS (attraktives Aussehen, ideal für Gehäuse), PS und PC (Polycarbonat) sowie PMMA für transparente Teile verwendet. Die Wahl hängt von den Anforderungen Ihrer Spezifikationen ab: UV-Beständigkeit, Brandschutz-/Rauchschutzstandards (Luft- und Raumfahrt/Bahn) oder Lebensmittelverträglichkeit.

Absolut. Ein rohes, tiefgezogenes Teil muss fast immer nachbearbeitet werden, um überschüssiges Material zu entfernen und die benötigten Öffnungen zu bohren. Als Spezialisten für Kunststoffverarbeitung und Schweißen können wir diese Teile anschließend durch Schweißen (Heißluft-, Extrusions- oder Spiegelschweißen) zusammenfügen oder Einsätze integrieren, um eine gebrauchsfertige Baugruppe zu liefern.

Die Wahl des Werkzeugs hängt davon ab, welche Seite des Bauteils die höchste Präzision erfordert:

  • Positivform (erhaben): Der Kunststoff wird in die Form gepresst. Die Innenfläche des Bauteils entspricht exakt den Abmessungen der Form.
  • Negativform (vertieft): Der Kunststoff wird in die Form gezogen. Die Außenfläche des Bauteils weist die präziseste Geometrie und Oberflächengüte auf.

Einer der größten Vorteile des Thermoformens ist seine schnelle Reaktionsfähigkeit. Die Formen (oft aus MDF oder PMMA für Prototypen, oder aus Aluminium für Serienfertigung) lassen sich deutlich einfacher und schneller bearbeiten als Stahlspritzgussformen. Je nach Komplexität des Bauteils dauert es bei Soudoplast in der Regel drei bis sechs Wochen, die Werkzeuge zu konstruieren und die ersten Prototypenteile zu validieren.